» Unser Hausberg: Der Grossstein (2.632m)

Der Großstein ist mit seinen 2.632 Metern der höchste Berg der TorspitzGruppe. Der Aufstieg zum Gipfel über den Nordgrat ist markiert und gut begeh- bzw. kletterbar.

Die Erstbesteigung geschah durch Engelmann und Uhde im Jahre 1906; im Zuge der Gipfelkreuzinstallation wurde der Weg neu markiert und etwas entschaerft: zuerst Schwierigkeitsgrad I, dann kurz bis zum II. Grad; ca. 1 Stunde ab Einstieg SchafkarScharte (2.445m).

Die SchafkarScharte, zwischen SeebleskarSpitze (nordwestl.) und Großstein (südl.) ereicht man von Madau kommend über den mühsamen weil sehr steilen Mahdberg in 3-4 Stunden. Ab der Scharte auf dem schrofigen Nord-Kamm an den Fuß des steilen Gipfelaufbaus heran.

» Das Gipfelkreuz
Kommen wir nun zu der Geschichte über die Entstehung des Gipfelkreuzes auf dem Großstein, der inzwischen zum Hausberg von Madau geworden ist. Jeder, der schon mal einen der prächtigen Sonnenaufgänge auf dem Gipfel erlebt und den atemberaubenden Rundumblick vom Gipfel intensiv genossen hat, der weiß warum.
Blick von der SaxerAlm zum Großstein

Irgendwann im Juli 1997 saßen einige Leute am Stammtisch in Madau und sprachen über den Großstein. Irgend jemand sagte zu mir, den Stock auf dem Gipfel hätte mein Vater Edgar Frey aufgestellt. Darauf hin versprach ich: "Wenn der Vater einen Stock auf dem Gipfel aufgestellt hat, dann stell' ich ein Kreuz auf."

Es saßen auch Gäste aus Bremen mit am Tisch und diese erklärten sich bereit, die Materialien zu besorgen und das Kreuz zu bauen. Gesagt - getan: Im Laufe des Winters 1997-1998 bauten Wilfried Kopmann und Manfred Nienaber in Klosterseelte auf 28 m Seehöhe in vielen Arbeitsstunden bei viel Schweiß dieses hoffentlich lang währende Kreuz. Zum ersten Mal wurde es in Klosterseelte probeweise aufgestellt. Danach ging das Kreuz mittels einer Spedition bis nach Bach im Lechtal. Von dort erreichte es am 20.06.1998 Madau, wo es abermals aufstellt wurde. Nach eingehender Besichtigung vieler Fachleute und einheimischer Gutheißung wurde am 25.06.1998 von mir der Fuß, von Manfred Nienaber und Hannes Emmler das Seil bzw. die Gipfelbuchkassette auf den Berggipfel hochgetragen und am 05.07.1998 dann die endgültig restlichen Teile des Kreuzes.

Auf dem Weg zum Gipfel des Großstein
» Die Träger
Lutz Alois, Lutz Thomas, Erich Wolf, Breitenfelder Franz, Haider Hubert, Sprenger Heinrich, Kaufmann Günther, Wolf Martin, Wörz Gerhard, Kammerlander Franz und ich, Klaus Frey.

Wir starteten um 06.30 Uhr oberhalb von Madau mit ca. 250 kg Material. Dann gingen wir bei schlechter Witterung in 3 Stunden 20 Minuten auf den Gipfel. Nach kurzer Brotzeit begann ein Teil der Mannschaft den Fuß einzubetonieren, die restlichen bauten das Kreuz zusammen. Glücklich über den zügigen Kreuztransport kehrten wir um ca. 13:30 Uhr nach Madau zurück, wo wir den Gipfelsieg kräftig feierten.

Am Sonntag, den 30.08.1998, kam dann der große Tag. Es gingen 65 Personen in Richtung Großstein, allen voran die Kreuzträger, welche vorab das Kreuz aufstellten und die Tafel montierten (hergestellt und gestaltet von Ginter Gottfried).

Auf dem Gipfel des Großstein
Pater Lenar aus Vorderhornbach bzw. Belgien (73 Jahre), vier Bläser der Musikkapelle Bach, (Martin Wolf, Lang Rudolf, Dengel Ernst, Anita Gmeiner) gestalteten die Kreuzeinweihung und aus allen Richtungen kamen Leute in Richtung Gipfel, aus Gramais z. B. kamen acht Personen unter der Führung von Bürgermeister Werner Fiedle. Ich war sehr gerührt und mein Herz machte einige Luftsprünge während der Feierlichkeit. Nur leichte Bedenken hatte ich beim Abstieg bis zur Scharte, aber es ging zum Glück alles gut. Außer Muskelkater sind mir keine Schäden bekannt, und so hoffe ich, daß auf dem Großstein niemand jemals in Not kommt und alle wieder gesund an Ihren Ausgangspunkt zurückkehren werden.

Der Blick zum Großstein
Am Schluß möchte ich mich nochmals bei allen bedanken, die zum Erfolg der ganzen Aktion beigetragen haben.

Berg Heil,

Klaus Frey, Madau